Was ist das?
Hypnose ist das griechische Wort für Schlaf. Mit Schlaf aber
hat die medizinische Heilhypnose nichts zu tun. Sie können sich nach einer
Behandlung an alle Worte erinnern, die Ihnen Ihr Therapeut gesagt hat. Sie nehmen
auch die Umweltgeräusche wahr, nur sie stören Sie nicht mehr. Der Erfolg der
Hypnosetherapie besteht darin, dass durch entsprechende Formeln Ihr
Unterbewusstsein im positiven Sinn neue Impulse erhält, die es dann später
umsetzt. Sie hören jetzt so oft den Begriff „Unterbewusstsein“. Das
Unterbewusstsein steuert in jedem Menschen 70% aller Lebensvorgänge; nur 30%
werden durch den Willen beeinflusst. Dieses sind feststehende Zahlen, die
anerkannt sind. Amerikanische Forscher gehen inzwischen soweit, dass sie
behaupten, 90% aller Lebensvorgänge werden durch das Unterbewusstsein
gesteuert, nur 10% durch den Willen. Die Heilhypnose trägt nun dazu bei, Ihr
Unterbewusstsein als Partner zu bekommen, positiv denken zu lernen.
Das Unterbewusstsein in jedem Menschen hat nämlich immer das
Bestreben, sein Wunschdenken zu verwirklichen. Wie stark das Unterbewusstsein
in Ihnen herrscht, haben Sie bestimmt schon oft erlebt. Gehen Sie gegen eine
aufkeimende Unruhe mit:
„ich will das nicht“ an, so werden Sie erleben, dass die
Unruhe zunimmt, also die negativen 70% stärker sind. Hier ist es dann wichtig,
durch die Therapie umzulernen auf das „Wunschdenken“ z.B. ich bin ganz ruhig.
In diesem Fall wirkt Ihr Denkimpuls positiv in Ihr Unterbewusstsein und kommt
daher als Echo auch positiv zurück.
Sie sehen also, dass die Heilhypnose nichts „Unheimliches“ an sich hat, sondern ein Ruhezustand ist, in dem Ihr Unterbewusstsein zugeschaltet ist und alles was ich Ihnen sage, wird dort gespeichert, ähnlich einem Computer. Alle positiven Formeln sind dann immer abrufbereit für Sie da.
Wie wird nun eine
Therapie durchgeführt?
Diese Frage will ich Ihnen im nachfolgenden Abschnitt
beantworten.
Der Patient legt sich ganz bequem auf eine Liege, nachdem er seine Schuhe ausgezogen und beengende Kleidungsstücke geöffnet hat. Der Therapeut sitzt dann neben dem Patienten und fordert diesen auf, einen Gegenstand anzusehen, den er ihm über die Augen hält, oder gleich die Augen zu schließen. Ich bevorzuge es, meine Hand auf die Stirn des Patienten zu legen, weil schon dadurch allein, Ruhe übertragen wird. Durch beruhigendes Einreden auf den Patienten kommt dieser dann in einen vertieften Ruhezustand, in dem sein Unterbewusstsein mehr und mehr auftaucht. Je tiefer der Ruhezustand, um so weiter öffnet sich das Unterbewusstsein. Körperlich spüren Sie eine angenehme Schwere und Wärme, sowie eine herrliche Ruhe. In diesem Zustand erhalten Sie nun, je nach Ihrem Krankheitsbild, individuelle Formeln. Diese Formeln werden mehrmals wiederholt.Da Sie sich auch im Wachzustand an diese Formeln erinnern können, lernen Sie anders zu denken. Diese positiven Denkimpulse lösen dann im Unterbewusstsein die dort verankerten Heilformeln aus. Am Ende der Therapie, die im Schnitt 40 Minuten dauert, zählt der Therapeut bis zu einer bestimmten Zahl, nach der Sie dann frisch und munter aufwachen oder Sie werden durch eine andere Art, wieder in Ihr Bewusstsein zurück geholt.
Oftmals wird die Frage nach der Hypnotisierbarkeit gestellt. Hier wird oft davon ausgegangen, dass weniger intelligente Menschen leichter zu therapieren sind, als Intelligentere. Dieses ist jedoch ein Trugschluss. Viele denken, je intelligenter ein Mensch ist, um so leichter ist er zu therapieren. Man kann sagen, dass jeder geistig gesunde Mensch zu hypnotisieren ist. Es gibt natürlich auch Situationen, wo eine Heilhypnosebehandlung nicht angezeigt ist, so zum Beispiel bei Kindern unter 6 Jahren, Menschen mit starken arteriosklerotischen Bewusstseinsstörungen, Psychosen und manischen Depressionen. Auch ein sehr niedriger Blutdruck kann eine vorherige Therapie erforderlich machen, die den Blutdruck stabilisiert. Eine Therapie wird immer durch Bereitschaft zur Mitarbeit, Vertrauen, sowie Konzentrationsfähigkeit und Phantasie gefördert.
Was kann ich mit
der Hypnose erreichen?
Mit dieser Therapie kann auf alle Organe des menschlichen
Körpers Einfluss genommen werden. Zum Beispiel können Magen- und Darmtätigkeit,
die Herztätigkeit, der Blutdruck, die Drüsenfunktionen, die Muskel- und
Nerventätigkeiten, sowie Empfindungen und Gefühlsleben beeinflusst werden.
Oftmals ist die Heilhypnose stärker als jedes Medikament. Auch Schmerzzustände,
zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen, können positiv beeinflusst werden.
Der große Vorteil ist dabei, dass keine schädigenden Nebenwirkungen auftreten,
wie dieses ja leider bei vielen Medikamenten der Fall ist. Die Heilhypnose ist
im wahrsten Sinne des Wortes eine „Ganzheitstherapie“, die nämlich Leib, Geist
und Seele erreicht.
Bei welchen
Erkrankungen kann die Heilhypnose erfolgreich eingesetzt werden?
Seit ca. 2000 Jahren vor Christi Geburt ist die Heilhypnose
als Heilmethode urkundlich belegt. Im 17. Jahrhundert wiederentdeckt, von dem
Arzt Franz Anton Mesmer, später Cué in Nancy, erlebt diese Therapieform wieder
ein Aufleben. Sie blickt inzwischen auf eine fast 4000 jährige Geschichte
zurück. Sie führt unberechtigterweise immer noch ein Schattendasein, weil durch
Vorurteile nicht aufgeklärter Menschen immer noch mystische Dinge verbreitet
werden und von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Da aber gerade in den letzten Jahren eine verstärkte
Hinwendung zu natürlichen Heilmethoden besteht, erlebt gerade die Heilhypnose
ein großes Comeback.
Dieses spiegelt sich auch in der verstärkt angebotenen
Kursen in „autogenem Training“ wieder, das ja seine Begründung in der
Heilhypnose hat und eine Selbsthypnose darstellt.
Es ist bekannt, dass nahezu alle Erkrankungen ihre Wurzeln
in seelischen Belastungen haben, ohne dem Menschen bewusst zu sein.
Es ist daher wichtig, nicht das Symptom einer Krankheit zu
behandeln, sondern stets nach der Ursache zu forschen. Wird die Ursache einer
Krankheit aufgedeckt und entsprechend behandelt, verschwindet das Symptom von
ganz allein.
Durch die Heilhypnose werden die dafür erforderlichen Kräfte
geweckt und zum Wohle des Menschen eingesetzt. Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete
werden nun stichwortartig aufgeführt:
Ängste(Lampenfieber ,Platzangst ,Prüfungsangst, Schulängste u.s.w.), allergische Erkrankungen, Bettnässen, Bronchialasthma, Bewegungsstörungen, Empfindungsstörungen, Hauterkrankungen, funktionelle nervöse Herzstörungen, Konzentrationsmängel, Lähmungen, auch Lähmungen nach Schlaganfall(wenn kein Gefäß geplatzt war), Magen- und Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Magengeschwüre; Magersucht(Pubertätsmagersucht der Mädchen), Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen(Ein- und Durchschlafstörungen), Schmerzzustände verschiedener Art, seelische Störungen wie Depressionen u.s.w., Sexualstörungen wie Impotenz, Frigidität, Sexualverhaltensstörungen, Sprachstörungen z.B. stottern, Suchtkrankheiten(Fettsucht, Alkoholismus – Quartalstrinker, Medikamentensucht, Drogensucht, Nikotinsucht), Stuhlverhaltungen, Verbrennungen, Warzen, Zwangsneurosen u.v.m.
Dies ist nur eine kleine Zusammenfassung der Indikationen für eine Hypnosetherapie. Ferner kann sie bei Operationen, Zahnbehandlungen und auch in der Geburtshilfe eingesetzt werden. Es ist immer ratsam, zumindest einen Therapieversuch zu unternehmen, wenn Medikamente nicht vertragen werden.
Dauer einer Heilhypnosebehandlung ist im Schnitt 40 Minuten. Sie sollte anfänglich 1-2mal wöchentlich durchgeführt werden. Die Gesamtzahl der Sitzungen richtet sich immer nach den persönlichen Gegebenheiten und der Schwere der Erkrankung. Ein Behandlungsschema wird immer individuell erstellt, die Abstände zwischen den Behandlungen werden dann später immer größer.
Birgt eine
Heilhypnose Gefahren in sich?
Diese Frage wird oft gestellt. Sie ist aber auch eben so
schnell beantwortet. Bei sachgemäßer Anwendung durch einen geschulten
Therapeuten keine. Warnen kann ich nur vor Laienbehandlern, die sich irgendwo
eine Therapie angeeignet haben, aber nicht die nötigen medizinischen Kenntnisse
besitzen, diese ordnungsgemäß durchzuführen, das heißt, die nötigen
Voruntersuchungen vorzunehmen. Ich möchte aber doch auf einige Bedenken
eingehen, die in den meisten Fällen durch falsche Darstellung in Filmen oder in
der Presse hervorgerufen werden.
1.) Da ist die Frage der Charakterveränderung
Eine Veränderung des Charakters durch Heilhypnose ist nicht möglich, da bei einer Heilhypnosebehandlung nur die Dinge durch den Therapeuten suggeriert werden, die der Patient sich selbst wünscht. Charakterfremde Suggestionen würden außerdem nicht ausgeführt. Darin unterscheidet sich die Heilhypnose auch ganz stark von chemischen Arzneimitteln, die tatsächlich charakterverändernd wirken können.
2.) Verrät der Patient in der Hypnose Dinge, die er nicht preisgeben möchte?
Normalerweise brauchen Sie während einer Heilhypnosebehandlung nicht zu sprechen. Sie hören nur zu, was Ihnen der Therapeut sagt. Sie können sich auch hinterher an alles erinnern, was Ihnen gesagt wurde. Nur in Ausnahmefällen, wenn es nötig ist, weit zurückliegende Ereignisse zu erkennen, die zu diesem Krankheitszustand geführt haben, ist das Fragestellen in der Therapie erforderlich. Dies erfolgt aber grundsätzlich in Absprache mit dem Patienten. Ohne Einwilligung des Patienten werden derartige Anamnesen, von mir nicht durchgeführt!
3.) Ist es möglich aus einer Heilhypnosebehandlung nicht wieder zu erwachen?
Sie werden grundsätzlich immer wieder erwachen. Wenn zum Beispiel der Therapeut vergessen würde Sie zu wecken, ginge der hypnoide Zustand automatisch in einen normalen Nachtschlaf über, aus dem Sie immer erwachen.
4.) Nebenwirkungen und gesundheitliche Schäden durch Heilhypnose?
Diese Frage kann man mit ruhigem Gewissen mit nein beantworten. Im Gegenteil, durch die allgemeine Entspannung und Ruhe im Körper kommt es zu einem ganz natürlichen Heilreiz, das heißt, es werden auch Dinge im Körper positiv beeinflusst, die gar nicht mit der Behandlung angegangen wurden. Nur bei Patienten mit schlechter Konzentration tritt nach der Behandlung eine leichte Müdigkeit auf, die aber bald verschwindet. Das ist aber meist nur bei den ersten Behandlungen.
5.) Kann man in der Hypnose die Kontrolle über sich und seinen Körper verlieren?
Auch hier kann ich mit einem „Nein“ antworten. Bei der Heilhypnose befinden Sie sich in einem vertieften Ruhezustand, in dem Sie alles um sich herum wahrnehmen, miterleben und sich auch daran erinnern können. Sie sind nicht bewusstlos. Warnen kann ich Sie nur vor irgendwelchen „Schauhypnotiseuren“. Stellen Sie sich nie für solche dubiosen Versuche zur Verfügung, da unsachgemäße Anwendung Nachwirkungen haben können.
6.) Oftmals wird nach Vereinbarkeit der Heilhypnose mit dem Glauben gefragt
Auch hier kann man ganz beruhigt sein. Es wird ja nichts
anderes suggeriert, als das, was Sie sich wünschen. Durch Ihren Glauben an das
Positive unterstützen Sie den Heilerfolg. Zitiert wird hier aus dem Neuen
Testament, wo die Frau zu Jesus sagt:
„Herr, ich danke dir, dass du mich geheilt hast!“ Daraufhin
sagt Jesus:
„Nicht ich habe dich geheilt, sondern dein Glauben hat dich
geheilt, deinem Glauben ist nichts unmöglich!“
So gibt es viele Stellen im Neuen Testament, wo Jesus mit
der guten Suggestion geheilt hat, das heißt, Heilimpulse im Körper des
Gläubigen gesetzt hat. Aus diesem Grund kann die Heilhypnose auch von streng
Gläubigen nicht nur als unbedenklich, sondern als eine seiner Haltung
entsprechende Therapie angesehen werden. Ablehnen muss man eher andere
Therapieverfahren durch starke Medikamente, weil sie eine wirklich
unkontrollierbare Beeinflussung des Menschen darstellen. Dagegen werden in
Heilhypnose nur die gewünschten Suggestionen erteilt.
Schlussbemerkung:
Ich hoffe, dass mit
dieser Information dazu beigetragen werden konnte, bestehende Vorurteile
gegen die medizinische Heilhypnose auszuräumen. Mit dieser hervorragenden Therapie „Heilhypnose“, werden Sie
einiges in Ihrem Leben leichter nehmen können.
Ich wünsche Ihnen beste Gesundheit!